15.03.2026 9. Etappe

      Keine Kommentare zu 15.03.2026 9. Etappe

Der Tag startet mit strahlenden Sonnenschein und einem perfekten, natürlich von Mike zubereiteten Frühstücksei dessen „Gelb“ mit der Sonne zu konkurrieren versuchte. Es gelang ihm. 

Die am Vortag erworbenen Eierbecher kamen direkt zum Einsatz.

Nach diesem Erlebnis betrieben wir die übliche Fahrzeug und Insassenpflege und starteten wohlgemut in Richtung Laâyoune. Wir entschieden uns die Straße entlang der Küste zu nehmen und haben dies auch nicht bereut. 

Die Küstenstraße mündete schlussendlich auf die Autobahn „RN1“. 

 

Anm. d. Red.

RN1 = Regel Nummer 1 – Rase Nicht 

Wir passierten nahezu mühelos die unzähligen Kontrollstellen der hiesigen Polizei und überholten auch das ein oder andere Team, das sich auf einen netten Plausch mit den freundlichen Beamten am Mittelstreifen verabreden. 

Über den Gruppenchat erreichten uns ebenfalls diverse Infos glücklicher Spender  die mit 150 MAD (etwa 15 EUR) in die Infrastruktur oder das polizeiliche Wohlergehen investiert haben. 

Auch wir kamen in diesen Genuss und so durfte ich nach Anweisung des Beamten die Autobahn zu Fuß und mit all meinem Mut Richtung Mittelstreifen überqueren. Die vom Verkehrsschild vorgeschlagenen 80 km/h sollen wir um 16 km/h überboten haben. Eigentlich völlig unmöglich, da wir ständig Gegenwind hatten. 

Nach ein paar strengen Blicken und Worten nahmen wir die Verhandlung auf. Kurzfristig waren meine Sonnenbrille bzw. meine Armbanduhr in Gefahr, den Rest ihres Lebens unter marokkanischer Sonne verbringen zu müssen. 

Mein Lob bezüglich des hervorragend sprechenden Beamten und meine ehrliche Schwärmerei für sein Heimatland brachten schließlich die Wende. So gaben wir uns alle zur Verfügung stehenden Hände und schließlich durften wir unsere Reise ohne Umkosten entspannt fortsetzen. 

Ca. 2 Kilometer vor der Ortschaft Akhfennir befindet sich rechts neben der Straße eine kreisförmige Absperrung aus dicken Seilen mit einem Durchmesser von ca. 50 Metern. Diese Öffnung hat eine direkte Verbindung zum Meer. 

Koordinaten:

 GPS: 28.107048 N, -12.037555 W

Da wir noch einiges an Strecke vor uns hatten, entschieden wir uns vernünftigerweise gegen einen mutigen Klippensprung. Stattdessen warfen wir noch einen letzten Blick auf das tosende Meer und setzten unsere Reise fort. 

Gegen 19 Uhr erreichten wir das Safari-Camp etwas außerhalb von Laâyoune und man begrüßte uns mit einem sehr süßen, im Abgang aber leicht bitteren Tee. 

Wir entschieden uns, unser Abendessen im Restaurant Gardenia einzunehmen. Hier trafen wir auf 20 weitere hungrige Rallyeteilnehmer, die die Wahl der Location sicher auch nicht bereut haben. 

Während wir aßen, ließen wir unser Auto für kleines Geld von ihrem Einheimischen bewachen. Er hat diese Aufgabe dann wohl an seinen Gott weiterdelegiert, denn als wir wiederkamen, war er weg. Das Auto war aber noch da.

Nach dem Essen fuhren wir zurück auf den Campingplatz und legten uns schlafen.